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29. April 2008
Die gesamte Innenstadt in Trier steht unter Wasser. Weite Teile von Pfalzel sind überflutet. An der Staustufe, um das Schloss Monaise: Nicht als Wasser!
Mit diesem Katastrophenszenarium beschäftigte sich der Dezernatsausschusses IV in seiner letzten Sitzung. Ob diese Vorstellung realistisch ist, kann dahingestellt bleiben. Fest steht jedenfalls, dass aufgrund einer Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes die Gemeinden Überschwemmungsgebiete neu definieren müssen. So auch die Stadt Trier.
Sie müssen jetzt so festgelegt werden, dass sie einem Jahrhunderthochwasser entsprechen. Außerdem sieht die neue Regelung weit reichende Folgen vor: In den Überschwemmungsgebiet darf überhaupt nicht mehr neu gebaut werden. Das neue Gesetz sieht so gut wie gar keine Ausnahme mehr vor. Lediglich Erweiterungsbauten sind zulässig, beispielsweise bei einem bestehenden Betrieb.
Betroffen davon sind weite Gebiete Eurener Flur oder auch das Gelände um Ausbesserungswerk Trier-West, das die Stadt bekanntlich neu gestalten will. Betroffen wird auch der Flächennutzungsplan Teilbereich „Wohnbebauung“ sein, dessen Aufstellung - auch das wurde im Rahmen der Sitzung bekannt - sich voraussichtlich um ein Jahr verschieben wird. Die bisher dort – vor allem in der Eurener Flur befindlichen Gebiete – dürften als potentielle Baugebiete wegfallen.
Wegen des Kreisparteitage der CDU musste die Sitzung um 18.00 Uhr beendet werden.
3. April 2008
In der heutigen Sitzung des Dezernatsausschusses IV des Dezernatsausschusses IV informierter die Geschäftsführer der EGP Jan Eitel über den Sachstand im Wissenschaftspark Trier. Es ist schon beeindruckend, was dort oben entstanden ist. 207 Unternehmen haben dort mittlerweile 709 Arbeitsplätze geschaffen. Sicherlich sind auch einige dieser Arbeitsplätze von anderen Standorten verlagert worden. 65% dieser Arbeitsplätze sind jedoch völlig Neue.
Dann wurden wir - in nicht-öffentlicher Sitzung - darüber informiert, dass morgen die Aulbrücke gesperrt werden wir. Eine Untersuchung durch den Ingenieur Bohlander hat ergeben, dass die Längsträger der Stahl-Konstruktion so gut wie komplett durchgerostet sind. Der Sachverständige wörtlich: „Aufgrund der festgestellten Schädigung des Bauwerkes ist es auch Sicht des Unterzeichners erforderlich, umgehend eine Vollsperrung der Brücke durchzuführen!“ Es gibt weiteren Zeitdruck, weitere Maßnahmen durchzuführen. Bis Ende 2009 muss spätestens eine Lösung herbei. Dann droht, dass die Brücke durch ihr Eigengewicht zusammenfällt. Zumindest das Bauwerk selbst muss dann entfernt sein. der sachverständige empfiehlt, bis zu diesem Zeitpunkt die Brücke wiederherzustellen. Entwarnung gibt es für die Fußgänger: Das der Fußgängerüberweg eine eigen Brückenkonstruktion darstellt ist er von der Maßnahme nicht betroffen! Es entstand dann natürlich eine heftige Diskussion über die weitere Vorgehensweise unter den neuen Bedingungen.
Es hat sich außerdem herausgestellt, dass auch eine weitere Brücke in Trier marode ist: Auch bei der Brücke in der Hermesstraße im Stadtteil Trier-Ost ist die Standsicherheit beeinträchtigt. Dieses Bauwerk muss ebenfalls saniert werden. geschätzte kosten hier: 750.000 Euro. Vorläufig wird die durchfahrt bei dieser Brücke auf Fahrzeuge unter 2,8 Tonnen beschränkt.
Besprochen wurde auch ein Bericht über die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen für das Gebiet „Trier-West zwischen Bahnrampe, im Speyer, Euerenerstraße und Mosel“ das gesamte Gebiet muss dringend saniert und entwickelt werden. Das Ganze wird jedoch rund 39 Millionen € kosten, wodurch ein Teil durch Verkaufserlöse, Städtebaufördermittel und sonstige Ausgleichsbeiträge wieder eingenommen werden kann.
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